YOGA

 

 

„Die Schönheit des Selbst zu erfahren, ist das Ziel von Yoga. Durch den systematischen Gebrauch dieser uralten Techniken lässt sich unser Selbst-Bewusstsein erwecken und eine tiefgehende persönliche Erfahrung entsteht, die in neuer Kraft, Optimismus und Lebensfreude mündet. Durch einfache körperliche und geistige Übungen bringt uns  Yoga in Harmonie mit den positiven Energien der Natur. Dies führt zu allmählicher Kräftigung des Körpers, zu Ausgeglichenheit, innerer Balance und Gesundheit. Durch verschiedene Formen von Meditation und Entspannung wird die Geistesgegenwart und Achtsamkeit geschult, was zu Klarheit führt.“

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 DIE YOGATHERAPIE

Yogatherapie stammt aus Indien und ist die traditionelle Wissenschaft und Kunst des Heilens nach yogischen und ayurvedischen Prinzipien. Es ist eine ganzheitliche Therapie, in der Körper, Atem und Geist wieder ins Gleichgewicht kommen.

Die Bedeutung von Yoga – an jochen, zusammenbinden, anspannen, anschirren. Der Begriff Yoga kann sowohl „Vereinigung“ oder „Integration“ bedeuten, als auch im Sinne von „Anschirren“ und Anspannen“ des Körpers an die Seele, zur Sammlung und Konzentration bzw. zum Eins werden mit dem Bewusstsein verstanden werden.

 

Da jeder Weg zur Selbsterkenntnis als Yoga bezeichnet werden kann, gilt es im Hinduismus zahlreiche Namen für die verschiedenen Yoga-Wege, die den jeweiligen Veranlagungen der nach Selbsterkenntnis Strebenden angepasst sind.

Gemäß Yogatradition von Krishnamacharya werden die Körper-, Atem- und Entspannungsübungen für den Geist individuell auf die Menschen und ihre Bedürfnisse abgestimmt. Diese Form der Therapie erfordert die Bereitschaft selbständig und regelmäßig Yoga zu üben.

T. Krishnamacharya, war einer der bedeutendsten Persönlichkeiten im Yoga des vergangenen 20. Jahrhunderts. Zu seinen Schülern gehörten BKS Iyengar, Patthabi Jois, Indra Devi und viele andere, die später im Westen unterrichteten. T. Krishnamacharya verstand es sein Wissen des Yoga und Ayurveda an die sich verändernden Lebensstile und Bedürfnisse des modernen Menschen anzupassen. Sein Unterricht war individuell auf den Schüler abgestimmt.

In der Yogatherapie steht der Mensch mit seinen Ressourcen im Vordergrund. Dabei geht es darum zu erkennen, welche Umstände, Verhaltensweisen und Gewohnheiten seinen Gesundheitszustand aus dem Gleichgewicht gebracht haben. Es geht also weniger um seine Symptome und Krankheiten, sondern vielmehr um die Ursachen, die zu seinen Beschwerden geführt haben. Erst wenn wir den Menschen in seiner Ganzheit wahrnehmen, ist es uns möglich, die verschiedenen Ursachen seines Symptoms, wie z.B. Rückenbeschwerden zu erkennen.

Die Yogapraxis wird individuell an den Menschen angepasst – je nach Alter, Gesundheitszustand und Lebenssituation. Nach einem ausführlichen Erstgespräch und der Anamnese wird ein individuelles Yogaprogramm zusammengestellt, das dann zu Hause regelmäßig geübt werden kann.

Durch das selbständige Üben von Yoga erhalten Menschen die Möglichkeit sich wirksam selbst zu helfen und kennenzulernen, die eigenen Beschwerden zu akzeptieren  und somit ein Vertrauen in die eigenen Selbstheilungskräfte zu finden.

 

Yoga ist die Verbindung mit der universalen Selbstheilungskraft, die wir in der Natur bei allen Wesen beobachten können.

Ein wesentlicher Punkt in der Lehre des Yoga ist, die Voraussetzungen für einen ruhigen und klaren Geist zu schaffen. Durch die vielfältigen Übungen für Körper, Atem und Geist bietet uns Yogatherapie ausgezeichnete Möglichkeiten, Ruhe und Klarheit wiederzufinden. Dadurch werden wir unsere Beziehung zu uns selbst und zu unserer Umwelt klarer wahrnehmen, unsere Verhaltensweisen reflektieren und wichtige Lebensfragen selbst beantworten können.

 

Wenn der Geist in einem ruhigen Zustand ist, kann jeder Mensch die richtigen Antworten nur in sich selbst finden.

 

Die Verbindung mit dem klaren Geist öffnet wunderbare Möglichkeiten zur Heilung und Transformation auf allen Ebenen des Menschseins: der körperlichen, emotionalen und mentalen Ebenen.

Die Wahrheiten sind in uns. Sie waren schon immer in uns. Das Leben entfernt uns nur manchmal davon.

 

GRUNDPRINZIPIEN DER YOGATHERAPIE

Meine innere Haltung bestimmt die Wirkung

Einen Augenblick im „JETZT“ zu sein und sich zu fragen:

Wie nehme ich in diesem Moment meine innere und äußere Haltung wahr?

Wie fühlt sich meine Körperhaltung an?

Wie empfinde ich meine innere Haltung im Moment?

 

Diese Fragen führen direkt ins „JETZT“, ins eigentliche Leben!

 

Wenn ich mir diese selbstreflexiven Fragen regelmäßig stelle, werden sich meine Gedanken und meine Handlungen verändern.

Unsere Körperhaltung verrät uns vieles, wenn wir aufmerksam sind. Anhand unserer Körperhaltung können wir wahrnehmen, wie wir uns im Moment gerade fühlen. Unsere körperlichen Haltungen und Bewegungsmuster widerspiegeln unsere emotionale und mentale Befindlichkeit.

Durch selbstständiges Üben von Yoga erhalten wir die Möglichkeit, uns wirksam selbst zu helfen. Weiteres können wir immer wieder auch, entscheidende Antworten in uns selbst finden, wenn sich unser Geist in einem ruhigen und klaren Zustand befindet.

Die körperliche, emotionale und geistige Ebene beginnt sich zu transformieren und man nimmt wahr, dass man selbst für sein Leben, seine Gesundheit und Zufriedenheit verantwortlich ist.

Yoga gibt Kraft und Wohlbefinden im Alltag. Das Ziel des Übens ist ein Ankommen bei sich, im Gewahrsein und der Kraft des Augenblicks.

 

Yogatherapie erkennt den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele und das Yogaprogramm wird auf den Einzelnen individuell angepasst. Ein ausführliches Erstgespräch (Anamnese) gibt uns Aufschluss über das körperliche und mentale Befinden des Gegenübers. Anhand dieses Gesprächs wird ein Programm zusammengestellt, das die Bedürfnisse, das momentane Befinden und die Wünsche der jeweiligen Person berücksichtigt.

 

Die Übungen sollten regelmäßig geübt werden.

 

ZIELE DER YOGATHERAPIE

  • Vermittlung von Grundlagen für eine wirksame Yogapraxis

  • Traditionelles Yoga mit modernem Wissen der Anatomie zu verbinden

  • Ermöglichung von selbstständigem Üben mit zielgerichtetem Programm das bei Beschwerden hilfreich sein kann

  • Einführung in eine Meditationstechnik die ganzheitliche Gesundheit und Klarheit bringt

 

Ein entscheidender Punkt in der Yogatherapie ist die Fokussierung auf den geistigen und mentalen Bereich des Menschen. Erst mit einem ruhigen und klaren Geist wird es möglich sein, Heilung zu erfahren. Ruhe und Klarheit in unserer Yogapraxis, verbunden mit Atem- und Meditationsübungen, verschaffen uns auch mehr Klarheit und Freude in unserem Leben.

 

Wir erlernen, die Beziehung zu uns und zu unserer Umwelt noch mehr zu akzeptieren, unsere Verhaltensweisen zu beobachten und entscheidende Fragen in unserem Leben selbst zu beantworten.

Wir kreieren Raum für Intuition und Inspiration und schaffen damit eine Quelle für unsere Weiterentwicklung im spirituellen Bereich. Wichtig ist unterschiedliche Haltungen und Bewegungen selbst bewusst zu erfahren und zu beurteilen, hinein zu spüren was sich gut und richtig anfühlt und was wir eher vermeiden sollten. Die eigenen Haltungen und Konzepte immer wieder zu überprüfen, Gelerntes immer wieder zu hinterfragen und manchmal wieder davon Abstand zu nehmen.

 

 

 

hier ein kurzer Überblick zu den optimalen Ausrichtungen des Körpers während der Haltungen und Bewegungen:

•          Füße: gleichmäßige Fersen- und Vorderfuß-Belastung ist wichtig für eine stabile und statisch korrekte Haltung!

•          Beine: Stabilität und anatomisch korrekte Belastung für die Füße. Optimale Ausrichtung der Hüft-, Knie- und                 Sprunggelenke. Gute Kraftübertragung in den Beinen und gesunde Belastung der Knie (keine XS- oder O-                   Beine).

•          Knie: Stabilität für das Kniegelenk und effektive Kraftübertragung in den Beinen.

•          Wirbelsäule: gleichmäßige Belastung der Wirbel und Bandscheiben im Rücken. Gibt Raum für die Organe und             für eine tiefe Atmung. Schafft optimale Voraussetzungen für den Beckenboden, die leisten und die                                 Hüftgelenke.  Vermittelt Kraft und Aufrichtigkeit auf der geistigen und psychischen Ebene.

•          Becken: gleichmäßige Belastung der Hüftgelenke und der Wirbelsäule. Stabile Körpermitte und gleichmäßige               Muskelaktivität.

•          Brustkorb: entspannte Muskeln im Brust- und Schulterbereich. Ein optimal ausgeführter Dreh sitz fördert die                 Beweglichkeit der Brustwirbelsäule und -Rippen. Vertieft die Brustatmung und dehnt die Brustmuskeln. Bringt               Stabilität und wirkt sehr zentrierend auf den Geist. Fördert Anmut und Selbstrespekt.

•          Schultern: aufrechte Haltung und entspannter Nacken. Ideale Schulterhaltung und gute Funktionalität der                     Schultergelenke. Entspannte Schultern und freie Atmung. Vermittelt ein Gefühl der Leichtigkeit und wirkt                       energetisierend.

•          Arme: stabile Haltung und optimale Gelenkbelastungen in Schultern, Ellbogen und Handgelenken. Effektive                 Kraftübertragung in Arm- und Schultermuskeln.

•          Nacken: Die optimale Ausrichtung der Halswirbelsäule ist kräftig und lang, sp dass genügend Raum für die                   Bandscheiben die Halswirbelsäule und deren Bandscheiben werden ideal belastet. Die Atmung kann frei                       fließen und die Luftröhre wird nicht geknickt. Die Schultern- und die Nackenmuskulatur arbeiten optimal, ohne               sich zu verspannen.

 

 

SELBSTVERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Im therapeutischen Yoga kennen wir die Symbiose von Körper, Atem und Geist. Die körperliche Ebene steht vor allem bei Menschen in der westlichen Welt stark im Vordergrund. Die Medizin sieht noch immer nur die physische Ebene als relevant für die Behandlung von Krankheiten und Wiedererlangung der Gesundheit. Sobald die aufgetretenen Symptome verschwinden, ist der Patient therapiert. Dass regelmäßige Bewegung äußerst wichtig ist, wissen mittlerweile die meisten Ärzte. Gleichzeitig liegt es natürlich in der Selbstverantwortung jedes einzelnen Menschen, regelmäßig Bewegung auszuüben!

Jeder, der sich regelmäßig und gesund bewegt, weiß um die Energie und Freude, die ihm die Bewegung bringt. Ich versuche jeden Tag Yoga oder Bewegung in der Natur mit meinen zwei Hunden einzubauen. Bewegung fördert die Gesundheit, verhindert Krankheiten und schenkt uns mehr Energie und Lebensqualität. Wir können leidvolle Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose, Adipositas und in weiterer Folge Herzinfarkte und Schlaganfälle damit verhindern und auch im hohen Alter noch fit und vital sein.

 

„Der Mensch hat das Potential, Meister seiner selbst zu sein.“

Dalai lama

 

 

 

VIELSEITIGE BEWEGUNG IST WICHTIG

Es ist jedoch wichtig die Bewegung richtig auszuführen und die Grenzen des eigenen Körpers zu kennen und nicht zu überschreiten. Auch einseitige Bewegungsmuster, wie bei den meisten Sportarten wie Laufen, Radfahren, Tennis, Fußball oder Golf können zu Verspannungen und Schmerzen führen. Es ist wichtig ausgleichende Bewegungen an der sie Spaß und Freude haben zu machen. Das Dehnen und Kräftigen im Yoga zum Beispiel, wobei aber beachtet werden sollte, dass einseitige Dehnungen zu Instabilität und ebenfalls erhöhter Verletzungsgefahr führen können und einseitige Kraftübungen zu Verspannungen führen. Bei den meisten Frauen mangelt es eher an der Kraft in der Muskulatur als an der Dehnung. Bei den meisten Männern ist es genau umgekehrt.

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