Tanke Energie und harmonisiere Deinen Geist und Körper 

AYURVEDA

Ich setzte mich schon seit vielen Jahren kritisch mit Ernährungsfragen auseinander, möchte mich bewusst ernähren, aber auch den lustvollen Aspekt des Essens nicht verschmähen. Ich möchte mein Wohlfühlgewicht dauerhaft halten und vital und gesund leben und deshalb bin ich in der Welt des Ayurveda angekommen und habe Ayurveda in mein Leben integriert. Jeden Morgen nach dem Aufstehen meine Zunge zu reinigen, anschließend Öl zu ziehen ist für mich schon zur gewohnten Routine geworden! Den Tag mit einem Glas heißem Wasser oder Ingwertee zu beginnen statt mit Kaffee und beim Frühstück mit frisch gekochten Dinkelbrei und Obst in den neuen Tag zu starten. Eine langsame Änderung alter Ernährungsgewohnheiten können Wunder bei Verdauungsbeschwerden, Entzündungen, Müdigkeit, Lymphstauungen, Wasseransammlungen und stressbedingten Symptomen wirken. Eine richtige Ernährung zur Gesundheitsvorsorge ist eines der großen Standbeine des Ayurveda. Ayurveda ist wie Yoga ein ganzheitliches System, das alle Bereiche des Lebens betrifft und das alle Bereiche des Lebens miteinander verbindet. Auch das Verständnis von Krankheit unterscheidet sich von der westlichen Auffassung. Und wenn es bereits erste Anzeichen einer Krankheit gibt, ist Ayurveda eine Methode der Wahl.

 

DIE MACHT DER GEWOHNHEIT

Albert Einstein hat einmal gesagt: „Geisteskrank ist, wer dasselbe immer und immer wieder tut, und erwartet, dass einmal etwas anderes dabei heraus kommt“. Nun, das betrifft in der Tat alle Lebensbereiche. Wer abnehmen möchte oder seine Gesundheit verbessern, der wird nicht umhin kommen, über Veränderungen nachzudenken. Und das betrifft in hohem Maße unsere Ernährung. Wer sich vorgenommen hat abzunehmen oder sich gesünder zu fühlen, dem ist mit einer zweiwöchigen Diät nicht zu helfen, er muss dauerhaft seine Ernährung umstellen und auch den Lifestyle überdenken. Man muss nicht von heute auf morgen alles über Bord werfen. Ein Trick ist vielmehr, sich selbst ein wenig zu überlisten und diejenigen Dinge, die nachweislich nicht gut tun, Schritt für Schritt durch solche zu ersetzen, die uns zuträglicher sind. Hier bietet Ayurveda sehr praxisorientierte alltagstaugliche Lösungsansätze.

SCHRITT 1:

Mit einer ayurvedischen Anamnese herauszufinden welcher Stoffwechsel-beziehungsweise Verdauungstyp man ist.

 

SCHRITT 2:

Eine Bestandsaufnahme mit den eigenen Gewohnheiten kritisch unter die Lupe nehmen.

 

SCHRITT 3:

Erstellen einer Bilanz. „Soll“ und „Ist“ abgleichen. Krankmacher identifizieren und durch Dinge ersetzen die nachweislich gut tun. Eines nach dem anderen. Schritt für Schritt.

 

SCHRITT 4:

Ayurvedische Prinzipien in das tägliche Leben integrieren. Dies betrifft die Tagesroutine, wie auch die Auswahl der Lebensmittel und Gewürze gemäß der persönlichen Konstitution.

Das alles geht meist ohne großen Aufwand. Hier und da ein Gewürz ergänzen, die eine oder andere Lebensmittelkombination meiden, den Tag mit einer Tasse heißem Wasser beginnen und auf das verzichten, was eh nicht gut tut. Den Schlüssel dazu liefert eine Konstitutionsanalyse, die z.B. verrät, wie ich verdaue und was ich überhaupt verdauen kann.

Viele Beschwerden verschwinden wie von alleine, wenn man diese Erkenntnisse konsequent berücksichtigt und umsetzt!

Bereits nach kurzer Zeit spürt man einen Effekt, der einen ermutigt weiterzumachen und die alten Gewohnheiten einfach vergessen lässt. Auch das kochen nach den ayurvedischen Prinzip ist unkompliziert und aufwendig, nach einigen Wochen ist auch dies in Fleisch und Blut übergegangen und ins tägliche Leben integriert!

An erster Stelle stehen der Spaß und die Freude am Essen, der gute Geschmack und die Qualität der Lebensmittel. Ayurveda lehrt, dass jeder Mensch die Kraft und das Potenzial hat, sich selbst zu heilen. Durch das Verstehen des eigenen Körpers, der Konstitution und Bedürfnisse kann jeder gesund leben, gesund bleiben und auch wenn es bereits zu spät ist, die Gesundheit wiedererlangen. Bei einer Gewichtsreduktion reicht es nicht, nur Körpermaße „abzuwerfen“. Es geht auch darum, Ärger und Groll, Schuldgefühle und Sorgen zu reduzieren und loszulassen. Und auch darum, sein Leben, seine Gedanken und seine Gesundheit genau im Aug zu haben und zu verbessern, wo es möglich ist.

AYURVEDA STAMMT AUS INDIEN

Ayurveda gilt als die Mutter aller Medizin. Es handelt sich um eine Wissenschaft, die universal gültige Prinzipien erkannt hat und beschreibt. Sie erfüllt alle Kriterien der Wissenschaftlichkeit.

 

DIE AYURVEDA-PHILOSOPHIE

DIE AYURVEDISCHE LEHRE BERUHT AUF EINER GANZHEITLICHEN DENKWEISE.

 GESUNDHEIT DEFINIERT SIE ALS DAS HARMONISCHE GLEICHGEWICHT DER KÖRPERLICHEN; GEISTIGEN UND SEELISCHEN KRÄFTE DES MENSCHEN

 

Ayurveda ist der älteste uns überlieferte Wissensschatz über die Natur des Menschen. Der Name „Ayurveda“ setzt sich aus den Sanskritwörtern Ayuh (Leben) und Veda (Wissen) vom Leben“. Die alten Weisheiten entstammen der indischen Hochkultur und sind schätzungsweise 5000 Jahre alt. Sie gehen aus Wurzel der gesamten Naturheilkunde. Nach den Aussagen der alten indischen Heiler beruhen alle traditionellen Heilkünste Asiens und der Antike auf den ayurvedischen Lehren. Die ayurvedische Philophophie kennzeichnet eine ganzheitliche Denkweise, die die Förderung des Lebens im Allgemeinen zum Ziel hat. Sie betrachtet den Menschen als Ganzheit und gleichzeitig als untrennbaren Teil des Universums. Das Wohlergehen eines Individuums ist nach ayurvedischer Auffassung mit dem Wohlergehen der gesamten Gesellschaft, der natürlichen Umwelt und dem Universum verknüpft. Das Überleben des Einzelnen hängt von dessen harmonischem und ungestörtem Umfeld einer gesunden Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt ab. Die ayurvedischen Schriften befassen sich mit allen Aspekten des Lebens. Sie erläutern, was das Leben fördert und was ihm schadet, und sie beschreiben die Beschaffenheit und Ausmaß dieser Einflüsse.  

 

 

DIE PFLANZENHEILKUNDE

Die ayurvedische Pflanzenheilkunde und Pharmakologie (Dravyaguna) gehört zum Fachgebiet der inneren Medizin. Sie ist eine tragende Säule der Ayurveda-Medizin und wird in vielen Bereichen eingesetzt. Die Verwendung von Gewürzen und Kräutern dienst sowohl dazu, den gesunden Menschen gesund zu erhalten, als auch der Heilbehandlung des Kranken. Dabei werden die Pflanzen entsprechend ihren Heilqualitäten und den individuellen Bedürfnissen des Menschen eingesetzt, gemäß dem ayurvedischen Grundsatz <Im Mittelpunkt der Behandlung steht der Mensch, nicht die Krankheit.> Das ganzheitliche Ayurveda-Wissen um die Heilkraft der Pflanzen in ihren unterschiedlichen Bestandteilen und Anwendungsformen lässt sich auf alle Heilpflanzen, Kräuter und Gewürze anwenden – unabhängig von ihrer Herkunft.

 

 

LEBEN IM EINKLANG MIT DER NATUR

 

MIT IHREM REICHTUM AN PFLANZEN, MINERALIEN, LICHT UND WÄRME VERSORGT UNS DIE NATUR MIT ALLEM. AYURVEDA LEHRT UNS, DIE SCHÄTZE DER NATUR ENTSPRECHEND UNSERER INDIVIDUELLEN KONSTITUTION ANZUWENDEN

 

Ayurveda beschreibt die Beziehung von Mensch und Natur auf einfache und doch komplexe Weise: Nur durch ein Leben im Einklang mit der Natur kann der Mensch Gesundheit und Glück erfahren. Lebt er jedoch gegen die Gesetze der Natur, bringt dies nach ayurvedischer Lehre Krankheit und Unglück hervor.

Das harmonische Gleichgewicht der körperlichen und mentalen Kräfte im Manschen steht in direktem Zusammenhang mit der Pflanzenwelt. Bei einem Spaziergang im Freien oder bei den Mahlzeiten erhalten wir neue Lebensenergie und Lebenskraft von der Natur. Gewürze und Kräuter sind wichtige Bestandteile der täglichen Ernährung. Sie verbessern den Geschmack unserer Speisen und haben gleichzeitig eine Wirkung auf unseren Körper. Mit einfachen pflanzlichen Hausrezepturen – vom Kräutertee bis zum Massageöl – können wir unsere Gesundheit fördern und Alltagsbeschwerden auf sanfte Weise behandeln.

Das Besondere der Ayurveda-Heilkunde ist die ganzheitliche Betrachtung von Mensch und Pflanze entsprechend ihrer individuellen Natur. Jeder Mensch verfügt über eine einzigartige Konstitution (Prakriti) und benötigt eine darauf abgestimmte Ernährung oder Therapie, um gesund zu sein beziehungsweise gesund zu werden. Auch jede Pflanze hat ihre ganz eigene Natur (Dravya) mit speziellen Heilqualitäten, die für den einen Menschen mehr und für den anderen weniger wirkungsvoll sind. Je nach Tages- und Jahreszeiten wandeln sich auch die Kräfte der Natur und dementsprechend verändern sich die Rezepturen und Dosierungen für die individuelle Bekömmlichkeit. Um also die ayurvedische Pflanzenheilkunde im ganzheitlichen sinne anzuwenden, ist es notwendig, die individuelle Natur der Heilpflanzen zu kennen und die Auswahl und Verwendung der Pflanzen auf die individuelle Natur der Heilpflanzen zu kennen und die Auswahl und Verwendung der Pflanzen auf die individuelle Natur auf die individuelle Natur des Menschen abzustimmen.[3]

 

DIE DREI GRUNDENERGIEN

Die Elemente bilden in unterschiedlichen Kombinationen die drei Energien oder Dohas. Sie sind für die Regulation sämtlicher physiologischer Funktionen im Körper zuständig. Diese Kräfte gelten für alles und jedes, was in diesem Kosmos existiert, und sind in allem in unterschiedlicher Menge und Zusammensetzung enthalten. Bei diesen Energien, oder Dohas, handelt es sich also um ein universales Prinzip, das an jedem Ort im Kosmos wirksam wird, nicht nur in unserem Körper, sondern auch in der Außenwelt, in den Jahreszeiten, im Wetter, in Landschaften oder in Räumen. Die drei Energien, oder Doshas, durchdringen jede Körperzelle.

Vata ist das Intelligenz-und Bewegungsprinzip. Es besteht aus den Elementen Raum und Äther und bestimmt sämtliche Bewegungsabläufe im menschlichen Körper, die des Nervensystems und des Gedankenflusses.

Pitta ist das Umwandlungsprinzip, das alles transformiert. Es findet sich im Stoffwechsel und in der Verdauung und besteht aus den Elementen Feuer und Wasser.

Kapha ist das Strukturprinzip, die strukturgebende Kraft, die unserem Körper Stabilität verleiht. Es besteht aus den Elementen Erde und Wasser.

VORHERRSCHENDE DOSHAS IM MENSCHENLEBEN

Kapha - Kindheit und Jugend (Aufbauphase)

Pitta - Erwachsenenalter (Erhaltungs- und Umbauphase)

Vata - Alter (Abbauphase)

IM JAHRESLAUF DOMINIEREN:

Kapha - Frühling und Frühsommer (Februar bis Juni)

Pitta - Sommer und Frühherbst (Juni bis Oktober)

Vata - Spätherbst und Winter (Oktober bis Februar)

IM TAGESLAUF HERRSCHEN VOR

Kapha - 6.00 bis 10.00 // 18:00 bis 22:00

Pitta - 10.00 bis 14:00 // 22.00 bis 2:00

Vata – 2:00 bis 6:00 // 14:00 bis 18:00

 

DIE WIRKUNG DER DOSHAS IM KÖRPER

Nach ayurvedischer lehre verfügt jeder Mensch über seine ganz eigene Zusammensetzung und Ausprägung der drei Doshas, aus der seine individuelle Konstitution und Persönlichkeit, seine körperliche Erscheinung, sein Verhalten und seine Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten hervorgehen. Befindet sich das ursprüngliche Dosha-Gefüge im harmonischen Gleichgewicht und Normalzustand, so ist der Mensch gesund, widerstandsfähig und glücklich. Sind die Doshas jedoch gestört, so kann dies Ursache von physischen und psychischen Beschwerden aller Art sein.

 

DOSHAS MIT GEWÜRZEN UND HEILPFLANZEN AUSGLEICHEN

Das Ziel der Ayurveda-Heilkunde ist es, jeden Menschen in seinem individuellen Dosha-Gleichgewicht zu unterstützen. Entsprechend der persönlichen Veranlagung entscheidet das rechte Maß der Dosha bildenden Eigenschaften über Gesundheit und Krankheit und über das körperliche und psychomentale Wohlbefinden. Immer dann, wenn sich zu viele unpassende Qualitäten ansammeln, können entsprechende Dosha-Beschwerden auftreten. Um diese auszugleichen, nutzt Ayurveda die Heilkraft der Pflanzen. Die Gewürze, Kräuter und anderen Heilpflanzen werden entsprechend ihren besänftigenden Eigenschaften ausgewählt, typgerecht zubereitet und verabreicht. Mehr als zwei Drittel aller Erkrankungen können im Ayurveda mit dieser Methode erfolgreich behandelt werden.

 

DIE EIGENE KONSTITUTION ERKENNEN

Die individuelle Grundkonstitution (Prakriti) eines Patienten und deren Störungen (Vikriti) zu ermitteln ist der erste Schritt einer jeden ayurvedischen Beratung oder Behandlung. Darauf aufbauend erarbeitet der Ayurveda-Therapeut einen passenden Therapieplan, der das individuelle Gleichgewicht der Doshas stärkt. Den persönlichen Anlagen des Patienten entsprechend werden anschließend Heilkräuter, Gewürze und Medikamente typgerecht ausgewählt, zubereitet und verabreicht .

 

DIE KONSTUTIONSTYPEN

 

Ayurveda beschreibt sieben Konstitutionstypen, die durch die jeweilige Dominanz eines einzelnen oder mehrerer Doshas charakterisiert sind. Bei den Konstitutionstypen, in denen nur ein Dosha vorherrscht, sind die jeweiligen Eigenschaften eindeutig zu erkennen und dem offensichtlich dominanten Dosha klar zuzuordnen. Sind allerdings zwei oder drei Doshas vorherrschend, so mischen sich die Eigenschaften und Körpermerkmale.

 

DIE VATA-KONSTITION

Menschen mit einer Vata-Konstitution sind von Natur aus sehr bewegliche, feingliedrige und sensible Persönlichkeiten, die sich durch einen schmalen Körperbau, trockene Haut und künstlerische sowie sensitive Fähigkeiten auszeichnen. Sie bevorzugen abwechslungsreiche Aktivitäten, sind neugierig und können oftmals nur schwer zur Ruhe kommen.

Vata-Typen neigen von Natur aus zu unregelmäßigem Appetit und unregelmäßiger Verdauung. Das Nervensystem ist empfindsam und ihre Körperstärke und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten sind eher gering. Besonders empfindlich sind Vata-Menschen gegenüber Kälte und Wind. Eine große Stärke von Vata-Typen liegt in der Kommunikation. Menschen mit einer solchen Konstitution haben eine schnelle Auffassungsgabe, sind kontaktfreudig, redselig, offen für andere Menschen, kreativ und begeisterungsfähig. Es macht ihnen große Freude, neue Dinge zu beginnen und ihr Leben mit Veränderungen zu bereichern. Sie verfügen allerdings über wenig Ausdauer, verfolgen oft mehrere Projekte gleichzeitig, verzetteln sich und verlieren häufig das Interesse an ihren Aufgaben, bevor sie sie fertigstellen. Dafür verfügen Vata-Konstitutionen über exzellente Vorstellungskraft und großes Einfühlungsvermögen, die sie häufig zu Künstlern, Therapeuten oder Forschern werden lassen.

 

DIE PITTA-KONSTITUTION

Pitta-Menschen sind dynamische, zielstrebige und charismatische Persönlichkeiten. Sie verfügen auf körperlicher und mentaler Ebene über ausgeprägten Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Das feurige Prinzip von Pitta sorgt für Hitze, Schärfe, Brillanz und Egoismus in der Persönlichkeit. Sie haben eine gute Verdauung, einen schnellen Stoffwechselumsatz und schwitzen viel. Ihre Haut weist oftmals einen rötlichen Schimmer auf oder neigt zu Rötungen, Hautunreinheiten oder Reizungen.

Pitta verleiht der Stimme Schärfe sowie eine flüssige, klare Sprache. Damit verfügen diese Menschen über eine gute Argumentationsfähigkeit, mit der sie andere überzeugen können. Aufgrund ihrer Charaktereigenschaften besitzen sie gute Führungsqualitäten: Sie sind freundlich zu ihren Untergebenen, fordern aber gleichzeitig Anerkennung und Achtung gegenüber Autoritäten. Oftmals sind ihre hohe Intelligenz und ihr schnelles Auffassungsvermögen gepaart mit der Neigung zu Ungeduld, Ärger und Intoleranz, was zu zwischenmenschlichen Konflikten und Konkurrenzdenken führen kann. Hier benötigt der Pitta-Typ sportliche oder produktive Aktivitäten, um den inneren Druck abzubauen.

 

DIE KAPHA-KONSTITUTION

Menschen zeichnen sich durch ihre innere Stärke und Stabilität aus. Sie sind kräftig gebaut, verfügen über ein gutes Immunsystem und wirken äußerst ruhevoll im Umgang mit sich selbst und anderen Menschen. Kapha ist ein wässriges und erdiges Prinzip, das sich als strukturelle Kompaktheit, Stabilität, Langsamkeit, Sicherheit, Zufriedenheit und eine tolerante Persönlichkeit ausgeprägt. Der Körper einer Kapha-Person ist gut entwickelt mit runden Konturen und Tendenz zur Gewichtsansammlung. Kapha-Typen haben eine feuchte, glatte Haut, große ausdrucksvolle Augen, kräftige Haare und sie zeigen eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Oftmals neigen Kapha-Menschen zu Bequemlichkeit und innerem Phlegma. Gleichzeitig verfügen sie über eine gute Intelligenz, ein gutes Gedächtnis und freundliche Umgangsformen, die von Fürsorglichkeit und Hilfsbereitschaft geprägt sind.

DOSHA-STÖRUNGEN ERKENNEN

Aus ayurvedischer Sicht gibt es vier Faktoren, die unseren Körper und unsere Psyche aus dem Gleichgewicht bringen:

  • zu viel Vata

  • zu viel Pitta

  • zu viel Kapha

  • unverdaute Stoffwechselschlacken (Ama)

Diese Störfaktoren werden in der Ayurveda-Therapie mit ausgleichenden Maßnahmen zur Dosha-Regulation und verdauungsstärkenden Maßnahmen behandelt. Erkennt man Dosha-Störungen bereits im Frühstadium, kann man vielen Krankheiten vorbeugen.

 

VATA-STÖRUNG

  1. Sind sie häufig nervös, ängstlich, eher unorganisiert und leicht überfordert?

  2. Haben Sie eine trockene, sensible Haut?

  3. Sind Sie vergesslich und können sie schlecht auswendig lernen?

  4. Neigen Sie zu Stimmungs- und Energieschwankungen?

  5. Können Sie abends schlecht einschlafen oder wachen Sie nachts häufig auf?

  6. Leiden sie häufig unter schlechter Verdauung oder Blähungen?

  7. Haben Sie sehr häufig kalte Hände und Füße?

  8. Leiden Sie häufig oder regelmäßig unter einer oder mehreren der folgenden Beschwerden:

-Blähungen, Verstopfung

-Schlaflosigkeit, Schlafstörungen

-Ängste, Nervosität, mentale Instabilität

-Untergewicht, Auszehrung, Zittern, Schwindel

-Verlust der Körperkraft, Immunschwäche

-Ohrgeräusche oder Tinnitus

-Schmerzen, Taubheit, Steifigkeit und Krämpfe (z.B. Menstruationsschmerzen)

-Jede Art von Lockerheit in Gelenken, Bändern oder Muskeln oder Störungen des Bewegungsapparats (z.B. Rheuma, Osteoporose)

 

 

 

PITTA-STÖRUNG

  1. Fühlen Sie sich oft angespannt, gereizt, ungeduldig oder ärgerlich?

  2. Haben Sie eine empfindliche, leicht gerötete und warme Haut?

  3. Schwitzen Sie leicht und häufig?

  4. Bezeichnen Sie manche Leute als stur, aufbrausend oder streitsüchtig?

  5. Haben Sie einen sehr guten Appetit und reagieren Sie gereizt, wenn Sie hungrig sind?

  6. Sind Sie ein Perfektionist und setzen Sie sich damit selbst oder andere unter Leistungsdruck?

  7. Sind Ihre Augen empfindlich, brennen sie leicht oder haben sie eine Sehschwäche?

  8. Leiden Sie häufig oder regelmäßig unter einer oder mehreren der folgenden Beschwerden:

-Fieber, erhöhte Temperatur, exzessives Schwitzen

-Durchfall der brennender Urin oder Stuhl

-Entzündungen und Eitern von Wunden

-Kopfschmerzen, Migräne, Sehschwäche

-Magenbeschwerden, Sodbrennen, Aufstoßen oder Darmentzündung

-Unreine Haut oder Hautkrankheiten

-Frühzeitiger Haarausfall oder Haarergrauen

 

KAPHA-STÖRUNGEN

  1. Fühlen Sie sich oft müde und antriebslos?

  2. Nehmen Sie leicht an Gewicht zu und leiden Sie auch jetzt unter Übergewicht?

  3. Sind Sie häufig erkältet oder verschleimt?

  4. Sind Sie ein etwas phlegmatischer Mensch, der zu Nachlässigkeit und Faulheit neigt?

  5. Sind Sie sehr anhänglich und können Sie sich schwer von alten Dingen trennen?

  6. Essen Sie oft zu viel und unkontrolliert?

  7. Vermeiden Sie körperliche Bewegung und Sport?

  8. Leiden Sie häufig oder regelmäßig unter einer oder mehreren der folgenden Beschwerden:

-Wasseransammlungen oder Ödeme

-Übermäßige Schleimbildung in Bronchien, Stirn oder Nebenhöhlen

-Träge Verdauung, Appetitlosigkeit

-Schweregefühl im Körper, erhöhtes Körpergewicht, Fettleibigkeit

-Schläfrigkeit, exzessives Schlafbedürfnis

-Diabetes

-Verlust von Stärke und Widerstandskraft

-Depressionen

 

 

Agni oder „Verdauungsfeuer“ bezeichnet ein biologisches universales Prinzip, das die Stoffwechselaktivität und Vitalität des Menschen bezeichnet. Es ist die Lebensflamme schlechthin. Ziel einer ayurvedischen Ernährungsweise ist es, das Agni zu unterstützen und zu stärken.

Ama sind toxische Abfallprodukte, die entstehen, wenn Nahrungsmittel nicht optimal verdaut wurden. Diese werden im Körper eingelagert. Ursache ist ein zu schwaches Agni, aber auch negative Gedanken und Gefühle sowie unterdrückte Emotionen führen zur Bildung von Ama. Laut Ayurveda ist Ama die Ursache von Erkrankungen. Ziel einer Reinigungskur ist es, Ama aus dem Körper zu eliminieren.

Amaranth zählt botanisch zu den Fuchsschwanzgewächsen, ist also kein Getreide im engeren Sinne. Seine Samen sind etwas kleiner als Senfkörner und haben einen mild-nussigen Geschmack. Den Inka galt er als heilig, neben Mais und Bohnen war er ein Hauptnahrungsmittel. Die Samen können wie Getreide verarbeitet werden.

Bulgur besteht aus Hartweizengrieß. Dieser wird zunächst eingeweicht und anschließend vorgekocht. Nach dem Trocknen wird er in unterschiedliche Feinheitsgrade gemahlen. Da der Weizengrieß bereits vorgekocht zu kaufen ist, muss er nur noch kurz in Wasser eingeweicht werden.

Chapati sind Fladenbrote aus Weizenmehl und Wasser. Sie gehören in Indien, so wie bei uns das Brot, zu fast jeder Mahlzeit und werden frisch zuhause gebacken.

Chutneys runden die Mahlzeit ab und ergänzen Geschmacksnoten. Sie können würzig, süß-sauer, scharf oder pikant sein. Verwendet werden Früchte, Gemüse, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze in allen erdenklichen Kombinationen. Sie werden je nach Zutaten gekocht wie Marmelade und halten sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

Curry

Traditionell meint Curry ein würziges Gericht mit reichlich Soße. Currypulver ist eine Gewürzmischung. Korrekterweise handelt es sich dabei um ein Masala. Diese Gewürzmischungen variieren stark, Hauptbestandteile sind Curcuma, Chili, Bockshornklee und auch  Curryblätter.

Curryblätter

Die Blätter des Currybaums (Bergera koenigii) sind ein wichtiger Bestandteil der indisch-vegetarischen Küche. Am besten verwendet man sie frisch, aber auch getrocknet sind sie Bestandteil vieler Currys. Die Blätter können mitgegessen werden.

Dosha

Für den Begriff Dosha gibt es kein wirkliches Pendant in unserer Sprache. Man kann sie als grundlegende Energieprinzipien beschreiben, die sämtliche Funktionen unseres Organismus bestimmen. Ayurveda unterscheidet dabei drei Doshas: Vata, Pitta, Kapha. Diese sind bei jedem in einem bestimmten charakteristischen Mischungsverhältnis von Geburt an vorhanden. Das jeweils dominierende Dosha prägt durch seine Eigenschaften die körperlichen und geistigen Merkmale eines Menschen. Aus dem Dosha-Mix resultiert die Grundkonstitution des Menschen.

Ingwer ist in vielerlei Hinsicht aus der ayurvedischen und indischen Küche nicht wegzudenken. Ob als Tee oder Teil des Essens, es bringt die Verdauung in Schwung und schmeckt dazu noch köstlich.

Mantren sind heilige Silben, Wörter oder Verse, die im Rahmen einer Meditation immer wieder rezitiert werden. Ihnen wohnt eine spirituelle Kraft inne. Viele galten als so heilig, dass sie nur von berufenen Ohren gehört werden durften. Zuwiderhandlungen wurden streng bestraft. Zu den ältesten Mantren gehören die Gebete der Veden.

Masalas sind verschiedene Gewürzmischungen zum Zubereiten von Currys. Diese werden für jedes Gericht individuell zusammengestellt und gleich zu Beginn in der Pfanne geröstet oder in Öl oder Fett angebraten.

Pancha-Karma

Im Ayurveda ist Pancha-Karma eine Reinigungstherapie, die den Körper von schädlichem Ama befreien soll. Dabei kommen verschiedene Ausleitungsverfahren in Kombination mit einer speziellen Diät und Ölmassagen zum Einsatz.

Prana bedeutet allgemein Lebenskraft oder Lebensenergie. Beim Einatmen wird dem Körper Prana zugeführt. Ayurveda zufolge zirkuliert Prana im Körper in bestimmten Kanalsystemen (Nadi)

Quinoa ist ein Gewächs aus der Familie der Gänsefußgewächse. Es ist kein Getreide, kann aber wie solches verarbeitet werden. Quinoa stammt aus dem Hochland von Peru und zählt dort zu den Grundnahrungsmitteln. Es hat einen höheren Nährstoffgehalt als Getreide und zudem eine sehr ausgewogene Aminosäuren Zusammensetzung mit einem hohen Proteingehalt. Selbst eine einseitige Ernährung mit Quinoa würde den Körper mit allen lebenswichtigen Aminosäuren versorgen.

Rasa Als Rasa bezeichnet man im Ayurveda die einzelnen Geschmacksrichtungen, von denen sechs beschrieben sind: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und adstringierend.

Sattwa ist im Hinduismus eine der drei Eigenschaften der feinstofflichen Materie. Es verkörpert die Reinheit und Weisheit, das Schöpferprinzip. Als sattwische Lebensmittel bezeichnet man solche, die besonders rein sind und den Körper nähren und kräftigen. Dazu zählen die meisten Gemüse, Ghee, Obst und Hülsenfrüchte. Alle sattwischen Nahrungsmittel erhöhen die Wachheit, Klarheit und Leichtigkeit im Körper und nähren uns optimal.

Tamarinden sind die Hülsen des Tamarindenbaums. Das herb-säuerliche Fruchtmark ist ein beliebtes Würzmittel in der gesamten asiatischen Küche. In Asia-Läden wird Tamarinde getrocknet und gepresst oder als Konzentrat angeboten. Verwendet wird es etwa für Chutneys, Currys und zu Gerichten mit Geflügel, Fisch und Garnelen.

Tofu - Zur Herstellung von Tofu werden Sojabohnen eingeweicht, mit Wasser gemahlen und ausgepresst. Diese Milch wird aufgekocht und mit Kalziumsulfat zum Gerinnen gebracht, die Masse leicht gepresst und zu einem Block geformt. Tofu ist vielseitig und eignet sich für Suppen, Salate, Gedünstetes und Desserts. Vorgegart auch zum Braten und Schmoren. Außerdem wird geräucherter, frittierter und eingelegter Tofu angeboten. Wer Sojaprodukten kritisch gegenüber steht, kauft sie am besten im Bioladen oder im Reformhaus.

Die Veden sind die heiligen Schriften des Hinduismus. Es sind zum größten Teil schriftlich überlieferte göttliche Offenbarungen der weisen Männer (Rishis). Die Veden sind Jahrtausende alt. Um 3000 v. Chr. wurden sie niedergeschrieben, doch schon zig tausende Jahre vorher gaben Lehrer sie mündlich an ihre Schüler weiter.

 

Überschrift 4

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